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6. Januar 2017

Pakt mit dem Teufel: Wann wird Kooperation zur Mittäterschaft?

Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Beestermöller

Die Vortragsreihe „Krummes Holz und aufrechter Gang – Gegen die Banalität des Bösen“ wurde am 18. Januar mit einem Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Beestermöller fortgesetzt:

Durfte die EU mit Erdogan ein Flüchtlingsabkommen aushandeln, obwohl er die Opposition und die Kurden unterdrückt? Darf man Waffen an Saudi-Arabien verkaufen, obwohl dies den Salafismus weltweit verbreitet? Darf man mit Assad einen Frieden für Syrien aushandeln, obwohl er ein Diktator ist?

Wer in dieser Welt handelt, steht unweigerlich vor einem gravierenden Problem: Was immer er tut oder lässt, sein Handeln ist eingebunden in ein komplexes Netz von Abhängigkeiten von anderen Menschen. Um seine Ziele zu verwirklichen, braucht er die Förderung anderer und fördert unweigerlich andere in der Verfolgung ihrer Ziele. Damit steht jeder Handelnde immer wieder unausweichlich vor dem Problem, mit wem er in der Verfolgung seiner Ziele kooperieren darf und mit wem nicht. Ist es geboten, auf die Realisierung eines guten Zieles zu verzichten, wenn dies nur durch eine Kooperation mit einem problematischen Partner realisiert werden kann? Wann ist eine Kooperation zulässig und wann nicht? Kann man in dieser Welt überhaupt sittlich integer leben?

Der Vortrag hat versucht ein paar orientierende Schneisen in das Geflecht der Verstrickungen zu schlagen.

Mittwoch, 18. Januar 2017, 19h00 – 21h00
Campus Limpertsberg, Bâtiment des Sciences, Raum BSC E00 003

Kontakt: jean-marie.weber uni.lu

Einladung zum Vortrag von Prof. Dr. Gerhard Beestermöller
PDF 457.4 kB, 6. Januar 2017
 
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