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18. Januar 2019

Messe als Drama bei J. S. Bach, Beethoven und Bernstein

Konferenz mit Prof. Dr. Meinrad Walter am 7. Februar an der LSRS

Zum Auftakt der internationalen Tagung „Die geistige Macht der Musik“ fand ein Vortrag mit musikalischer Umrahmung im Centre Jean XXIII statt.

Das Ordinarium Missae prägt nicht nur Kirche und Liturgie, sondern auch die Musik von der Gregorianik bis zur Gegenwart. Viele Aspekte, die „geistige Macht der Musik“ betreffend, lassen sich an den Werken von Bach, Beethoven und Bernstein ablesen. Deren Messvertonungen sind nicht mehr (nur) funktionale Werke im Dienst der Liturgie. Vielmehr wird die Gattung Messe inspirierend für die Inszenierung des biblisch-christlichen Glaubens in seiner Dramatik.

Bach komponiert in der Missa h-Moll die Hoffnung auf Vollendung im Credo-Abschnitt „et expecto ressurrectionem mortuorum“ zunächst als unwegsames Suchen und dann erst als Jubel; Beethovens Friedensbitte im „Dona nobis pacem“ der Missa solemnis muss sich gegen den klanglichen Hintergrund des Schlachtenlärms durchsetzen. Und Bernstein wagt in Mass. A Theatre piece for Singers, Players and Dancers den Schritt zur musicalartigen Inszenierung, wobei er einerseits Traditionen ebenso kritisch in Frage stellt wie die Grenzen zwischen sakral und profan, andererseits aber auf eine religiöse Botschaft mit humanistischem Grundton nicht verzichten will.

Dr. theol. Meinrad Walter, geb. 1959, befasst sich mit Kirchenmusik und geistlicher Musik vieler Epochen. Nach Tätigkeiten in der Wissenschaft und im Verlagswesen ist er heute Referent im Amt für Kirchenmusik der Erzdiözese Freiburg und Honorarprofessor an der dortigen Hochschule für Musik. Zudem moderiert er zahlreiche Konzerte und ist Autor von Radiosendungen. Publikationen in Buchform u. a. zu den Liedern des Gotteslob (drei Bände im Verlag Herder) und zu J. S. Bachs Weihnachtsoratorium (Bärenreiter-Werkeinführung), Kantaten (Verlag Katholisches Bibelwerk) und Johannespassion (Carus-Verlag).

keine Anmeldung – Eintritt frei

Einladung
PDF 201 kB, 18. Januar 2019
 
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