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4. Dezember 2015

Die Folgen der Ukraine-Krise für Frieden und Sicherheit

Konferenz mit Prof. Dr. August Pradetto

Die Konferenz mit Prof. Dr. August Pradetto fand am 1. Dezember im Centre Jean XXIII statt.

Die Ukraine-Krise hat die Welt verändert – aber wie? Legionen von Fragen stellen sich hier. Um nur wenige zu nennen:

  • Was ändert sich für Europa?
  • Stehen wir vor einem neuen Kalten Krieg?
  • Welche Wirkungen hat der Konflikt über Europa hinaus?
  • Wie ändern die Ereignisse das Denken und die Haltung der Völker zu den Möglichkeiten der Friedenssicherung?

August Pradetto, der international renommierte Ost-Europa-Forscher von der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg, entfaltete in seinem Vortrag an der Luxemburg School of Religion & Society, wie es zu der momentanen Krise um die Ukraine gekommen ist, die er als die gefährlichste seit dem II. Weltkrieg für Europa bezeichnete.

Sowohl in der Ukraine, als auch in Russland als auch im Westen streiten verschiedene Gruppen um den jeweils richtigen Kurs, ohne dass eine eindeutig die Oberhand gewonnen hätte. So kommt auf allen Seiten zu einem von den jeweils anderen Seiten schwer interpretierbaren Kurs, was dazu führt, dass sich die Parteien wechselseitig friedensgefährdende und die eigenen Interesse verletzende Intentionen unterstellen.

In der Ukraine, die von allen Nachfolgestaaten des Ostblocks am schlechtesten regiert wurde und die schlechteste Entwicklung genommen hat, gibt es die eine Gruppe, die primär gegen Korruption und Misswirtschaft protestiert und demonstriert. Dann gibt es die, die das Land in die NATO und die EU führen wollen, die Partei, die es in die Eurasische Union eingliedern will, und die, die für einen eigenständigen Kurs der Ukraine eintreten.

Ebenso gibt es in Russland wie im Westen Gruppen, die die Ukraine ins jeweils eigene Lager zu ziehen beabsichtigen, sowie diejenigen, die das Selbstbestimmungsrecht der Ukraine und die legitimen Sicherheitsinteressen der jeweils anderen Seite zu anerkennen bereit sind.

Mittelfristig glaubt Pradetto, dass sich Europa in einer Festung gegen den Rest der Welt abschotten wird.

Prof. Dr. habil. Gerhard BEESTERMÖLLER gerhard.beestermoeller lsrs.lu
 
LUXEMBOURG SCHOOL OF RELIGION & SOCIETY
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