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28. März 2018

Gibt es einen Plan Gottes für die Liebe, für die Ehe?

Orientierung für ein Ideal einer gelingenden Ehe

„Lust, Liebe und Glaube. Die Theologie des Leibes im Spannungsfeld zwischen Körperkult, Liebe und Hingabe“ unter diesem Titel hielt am 24. März 2018 an der LSRS Herr Corbin Gams, Theologe und Dozent an der Päpstlichen Hochschule Heiligenkreuz, einen Vortrag, der sich besonders an Eheleute und Animatoren in der Ehevorbereitung richtete. Seine Frau Birgit Gams, Sozialarbeiterin und Referentin zur Theologie des Leibes, beteiligte sich am gemeinsamen offenen Austausch im Anschluss an den Vortrag.

Es war ein inspirierender Abend, wo sich Kompetenz und Lebensweisheit, gelebte Ehe-Erfahrung und pädagogisches Geschick verbanden.

In Zeiten von Body-Maß-Index und Botox legen viele Menschen besonderen Wert auf ihren Körper und ihre Gesundheit. Wie passt hierzu das Anliegen von einer Theologie des Leibes? Dieses geht auf die Vision von Papst Johannes II. zurück und ist also eine wesentliche Intention, die unmittelbar Bedeutung für die Paarbeziehung hat.

Ein paar wesentliche Gedanken sollen das Wesen der Theologie zumindest umreißen:

- Der Leib ist mehr als ein biologischer Organismus; er ist von Gott beseelt und auf den Anderen hingeordnet.
- Der Leib macht also etwas von Gott sichtbar. Der Mensch ist als Mann und Frau ein Abbild Gottes (Gen 1, 27). Gerade in der Beziehung von Mann und Frau zeigt sich die Liebe Gottes – hautnah.

Gibt es damit einen Plan Gottes für die Liebe, für die Ehe? „Das ‚Betriebssystem‘ Gottes ist die Liebe“, so Gams. Wir sind Gott besonders nahe durch unsere Freiheit, unsere Vernunft, unseren Willen und unsere Fähigkeit zur Liebe – und dazu gehört unsere Sexualität.

Der Leib kann immer wieder diese Liebe zum Anderen zum Ausdruck kommen lassen und darin wird ebenso der unsichtbare Gott sichtbar. Der Leib „verkörpert“ dies, wenn er frei, bedingungslos, treu und lebensspenden wirkt.

Diese Vision, dieses Ideal ist dadurch, dass es in die Dimension des Göttlichen hineingenommen ist eine entlastende Orientierung für ein Ideal einer gelingenden Ehe.

Diese wegweisende Theologie soll an einem Studientag im Herbst 2018 mit dem Ehepaar Gams intensiver entfaltet werden.

Anny Hesius und Wolfgang Fleckenstein (yes2family)

 
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